Hallo du schöner Mensch, toll, dass du da bist. Ich bin Iris, Gründerin von Diemaxmustermann und Autorin dieses Blogs. In diesem ersten Beitrag stelle ich mich bei dir vor. Hi, ich bin Iris, 29 und lebe mit meinem Ehemann und 2 Katzen im Zentrum von Wien.
Im November 2021 habe ich beim Gruppencoaching EXY von Lisa Kögler, bei dem es darum geht, sein Warum im beruflichen Kontext zu finden, Diemaxmustermann gestartet. Es war ursprünglich ein Insta-Account und Blog, um zu zeigen, dass normal nur ein Konstrukt unserer Gesellschaft ist. Ich habe Kurioses ausprobiert, wie zum Beispiel was mit mir passiert, wenn ich eine Woche lang “Männerdeo” trage. Über die letzten beiden Jahre habe ich aber im Hintergrund viel getan und daraus ein Business entwickelt, mit dem ich mich selbstständig machen möchte. Jetzt aber dazu, wie ich zu meinen Kompetenzen dafür gekommen bin und was ich hier mache.
Meine Kompetenzen
Arbeiten ist nicht alles, nimmt jedoch einen so großen Teil in unser aller Leben ein. Ich bin davon überzeugt, dass wir je mehr Bildung wir genießen dürfen, desto mehr Möglichkeiten und vor allem Ideen davon bekommen können, was wir denn gerne machen möchten in dieser langen Zeit des Arbeitens. Bei mir sah das in etwa so aus:
Ich wurde als älteste Schwester geboren in Wien, dann bin ich in der Steiermark aufgewachsen, wo ich das Gymnasium mit dem wenigsten möglichen Aufwand absolviert habe, es hat mich nie sonderlich interessiert was mir da erzählt wurde (das finde ich im Nachhinein sehr schade aber Pubertät hatte damals Vorrang). Ich habe zu der Zeit aber schon erste Praktika bei NGOs im Marketing gemacht, die sehr cool waren und mir Lust aufs Arbeiten machten.
Da meine Mathematura nicht von selbst positiv wurde, hat sich mein Studienstart nach der Schule verzögert und ich habe im Callcenter einer Bank gearbeitet – was ich dir nur empfehlen kann, falls du gerne angeschrien wirst. Das hat mich dann doch motiviert und als ich meine Matura fertig hatte, habe ich mit dem Lehramtsstudium (Geschichte und Biologie) in Graz begonnen, was ich recht schnell wechselte, um an der Wirtschaftsuni in Wien Betriebswirtschaftslehre zu studieren. Aber hey, zu dem Zeitpunkt kannte ich viele Lehrer, also wollte ich es wohl auch mal probieren. Während des Studiums habe ich immer gearbeitet, als Kellnerin, Shotgirl, Assistenz bei einem Orthopäden und dann im Kundenservice einer Firma.
An der WU habe ich entdeckt, wie gerne ich mich freiwillig engagiere, um Gutes zu tun, Neues zu lernen und Menschen zu treffen. Ich war nach meiner Zeit im bildungspolitischen Referat der Studierendenvertretung der Uni recht schnell im Vorstand ebenjener und durfte das Marketing und die Kommunikation sowie große Events übernehmen, da wusste ich was ich machen möchte – nur halt bezahlt. Andere freiwillige Tätigkeiten, die mir Freude machten, waren ein Nachhilfeprogramm für Jugendliche (hätte ich in der Schulzeit NIE gedacht, dass ich mich nochmal mit der Schule beschäftigen würde – noch dazu freiwillig!), dann war ich Betreuerin für 13 bis 15 Jährige in einem Feriencamp, und ich habe mich dann noch in einem feministischen Verein engagiert, Womentor, ein Verein, der Gleichstellung im Arbeitsumfeld fördert, wo ich wieder Events veranstaltete und meine Moderationsliebe entdeckte.
Ich habe dann meinen Masterabschluss an der FH im Bereich Projektmanagement und Organisation gemacht und dabei einige Projektmanagement Zertifizierungen gesammelt. Dabei sah ich, wie auch in den größten, glänzenden Managern nur ein verunsicherter kleiner Junge saß, der darauf hoffte, die Prüfung gut zu bestehen und Trost suchte.
Meine beruflichen Stationen waren dabei ein Bauunternehmen, wo ich im Marketing Team bei Branding und Events mitgewirkt habe, die Redaktion und das Projektmanagement für ein Fachmagazin betreute und zuletzt in der CSR Abteilung Projektmanagerin war, dort die Fraueninitiative leitete und auch als Karenzvertretung die Betriebliche Gesundheitsförderung leiten durfte. Danach war ich in einem kleinen und auch einem großen Beratungsunternehmen tätig und zuletzt war ich als Karenzvertretung in einer NGO, die sich für den Umweltschutz einsetzt, für Marketing und Events zuständig. Wenn du gerade auf Jobsuche bist, kann ich dir Karenzvertretungsstellen nur ans Herz legen – du schnupperst ein Jahr in ein Unternehmen und kannst danach meist entscheiden, ob du bleiben möchtest oder ohne schlechtes Gewissen gehst.
Nach meinem Abschluss habe ich mit dem Psychologiestudium gestartet, da mich der Umgang mit Menschen immer mehr faszinierte, ich hatte aber genug von der Theorie, brach das Studium ab und begann mit dem 2,5 jährigen Diplomlehrgang zur Lebens- und Sozialberaterin, mit dem ich im Juni fertig sein werde und könnte nicht glücklicher über diese Entscheidung sein. Neben der Theorie werden unzählige Methoden an uns selbst durchgeführt, was wirklich was ausmacht. Mehr dazu, was dieses Berufsbild ist und wen ich da so berate, kommt in einer anderen Folge. Zurzeit mache ich für die Ausbildung ein Praktikum, bei dem es darum geht, Jugendliche bei ihrem Weg in die Ausbildung zu unterstützen.
Früher war mein Verständnis davon, wie liebenswert ich bin, an meine Produktivität gekoppelt. Da meine Psyche immer wieder an der hohen Belastung litt, die ich mir da dauernd aufhalste, nahm ich dann irgendwann Psychotherapie und Coachings in Anspruch, was mir sehr half. Trotzdem brauchte es eine schwere Krise Anfang des Jahres 2023, um mir zu zeigen: es reicht. Entspann dich mal, du bist auch wertvoll, wenn du nichts tust. Das hat einiges bei mir geändert und ich weiß jetzt ganz genau, worauf es mir im Leben ankommt und was ich nicht möchte. Jetzt möchte ich andere dabei unterstützen, dasselbe für sich herauszufinden. Darüber hinaus will ich Unternehmen dabei unterstützen, menschlicher zu werden.

Was ich mache
Nach mittlerweile 11 Jahren im Angestelltenverhältnis möchte ich mir in der Selbstständigkeit schaffen, was ich gerne täglich tun möchte. In der Lebens- und Sozialberatung habe ich viele Wege kennengelernt, wie ich die Gesellschaft positiv verändern möchte. Ich habe DIEMAXMUSTERMANN gestartet, um zu zeigen: es gibt nicht ein richtiges normal, das jemand vorgibt und an das man sich halten muss. Wir müssen uns selbst besser kennenlernen, um herausfinden zu können, was unser persönliches Normal sein soll.
Ich setze mich also für Mental Health Awareness und mehr Liebe und Wertschätzung in der Welt ein und biete einen Wohlfühlort für dich.
Aber jetzt genug von mir. Ich hoffe du konntest dir ein erstes Bild von mir machen. Mich interessiert aber auch sehr, wer diesen Blog liest bzw. die Videos schaut und was diese Menschen derzeit beschäftigt. Schreib mir also gerne.
Alles Gute und lass dich nicht ärgern,
Iris